Internet in allen ICEs ab 2006

Die Bahn hat nun die Pressemitteilung zu WLAN im ICE herausgegeben: Sie wird mit T-Mobile kooperieren und noch dieses Jahr einen Pilotversuch auf der Strecke Köln-Dortmund durchführen. Nächstes Jahr soll es dann Internet in allen ICEs geben.

Mein Foren-Beitrag zur heise-Meldung:

UMTS bei 300km/h? Nur noch max. 144 kbit/s!

heise schreibt:
„Die Datenströme von und zum Zug sollen über das UMTS-Netz der T-Mobile geleitet werden.“

Davon steht in der Bahn-Pressemitteilung nichts.

UMTS ist von der Reisegeschwindigkeit des Empfängers abhängig. Je schneller der sich bewegt, desto langsamer wird die Verbindung (wenn ich in meinen Vorlesungen richtig aufgepasst habe). Bei Geschwindigkeiten über 120 km/h blieben von den theoretischen 2000 kbit/s nur noch 144 kbit/s übrig.

Welche Technik T-Mobile einsetzen wird, ist also noch nicht klar.

Endlich Internet-Zugang im ICE?

Die Bahn will ihre ICE-Flotte mit WLAN versorgen. Doch ob die Passagiere dann wirklich „schnell und unkompliziert surfen“ können, wie SPIEGEL-Online frohlockt, ist noch nicht klar. WLAN ist ja nicht gleich Internet.

Die Bahn könnte die Daten auch im Zug zwischenspeichern, bis dieser den nächsten Bahnhof erreicht. Ein solcher Proxy könnte auch viel gefragte Internetseiten vorrätig halten, ohne sich dabei auf offener Strecke mit dem Internet verbinden zu müssen.

Am 11. März erfahren wir mehr: Dann will Die Bahn Näheres zu ihrem Joint-Venture mit T-Mobile sagen.

An manchen Bahnhöfen gibt es WLAN (mit Internetzugang) bereits seit der CeBit 2002.

(Hinweis auf SpOn via Heiko Hebig)

UPDATE: heise berichtet auch über Railnet, spricht aber nur von WLAN im ICE. Offenbar ist von Internetzugang in der Pressemitteilung keine Rede.

Notebook-Nutzers Lieblingsplatz: im ICE-Wagen 7

ICE1 innen

Gerrit wünscht sich Steckdosen in jedem ICE. Ich auch, denn es gibt Strecken, da sind auch in Handy-Wagen keine Steckdosen (z.B. Berlin-Mannheim).

Zum Glück fährt aber oft der Wagen 7 mit: Dort gibt es zumindest pro Tisch eine Steckdose. Man kann ihn aber nicht reservieren (Nachteil: Kein sicherer Platz. Vorteil: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst 😉 ).

Falls die Steckdose streikt, ist vielleicht nur die Sicherung draußen. Man kann zum Glück die Steckdosen-Sicherung selbst reparieren.

Ich freue mich schon auf Breitband-Internet in allen Zügen. Warum gibt’s das bei der Lufthansa aber nicht in einem schnöden Zug?

(Foto: hochgeschwindigkeitszuege.com)

Steckdosen in ICE-Zügen selbst reparieren

ICE Steckdose Bahn

Wer sich auf Zugreisen nicht auf die Leistung des Notebook-Akkus verlassen kann oder will, für den sind die Steckdosen, die es in einigen ICE-Zügen der Deutschen Bahn gibt, sehr nützlich. Oft funktionieren sie aber nicht, weil die Sicherung rausgeflogen ist. Man kann sie aber selbst wieder aktivieren: Auf der Unterseite der Steckerleiste ist ein kleines Loch, in das man mit einem Kugelschreiber stechen muss. Und schon ist wieder Saft da.

ICE-Steckdose-reparieren

Dieser Tipp bezieht sich auf die ICE-Züge vom Typ 2, die nur an jedem Tisch eine Stromversorgung haben. Die alten ICE-1 haben gar keine an Bord, ICE-3 haben an jedem Sitzplatz eine Dose.