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	<title>Holger Dieterich &#187; forschung</title>
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	<description>agile product development, user experience design, usability testing</description>
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		<title>Was wollen die Nutzer? Wie &#8220;mentale Modelle&#8221; bei der Produktentwicklung helfen</title>
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		<comments>http://holger-dieterich.de/2008/08/mentales-modell/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Aug 2008 17:15:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Dieterich</dc:creator>
				<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[marktforschung]]></category>
		<category><![CDATA[mentale modelle]]></category>
		<category><![CDATA[produktentwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Produktmanagement]]></category>
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		<description><![CDATA[Indi Young hat am 16. Juli einen Google Tech Talk zum Thema Digging Beyond User Preferences gehalten. Von dem einst&#252;ndigen Vortrag hat mir besonders das Konzept des &#8220;mentalen Modells&#8221; gefallen, das ich kurz beschreiben m&#246;chte. Einleitung: &#8220;F&#252;r wen machen wir diese Website eigentlich?&#8221; &#8220;Wer sind die Nutzer unseres Produkts und was brauchen sie? F&#252;r wen [...]<p><a href="http://holger-dieterich.de/2008/08/mentales-modell/">Was wollen die Nutzer? Wie &#8220;mentale Modelle&#8221; bei der Produktentwicklung helfen</a> ist ein Artikel von: <a href="http://holger-dieterich.de">Web Produktmanagement Blog</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<dl id="attachment_806" class="wp-caption alignnone" style="width: 383px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://holger-dieterich.de/wp-content/uploads/2008/08/mentales-modell-movie-goer.png"><img class="size-full wp-image-806" title="Ausschnitt aus einem &quot;mentalen Modell&quot;-Diagramm" src="http://holger-dieterich.de/wp-content/uploads/2008/08/mentales-modell-movie-goer.png" alt="Ausschnitt aus einem &quot;mentalen Modell&quot;-Diagramm" width="373" height="206" /></a></dt>
</dl>
<p>Indi Young hat am 16. Juli einen <a href="http://www.youtube.com/user/googletechtalks">Google Tech Talk</a> zum Thema <a href="http://www.youtube.com/watch?v=M4AsxNg9nNU">Digging Beyond User Preferences</a> gehalten. Von dem <strong>einst&#252;ndigen Vortrag</strong> hat mir besonders das Konzept des &#8220;mentalen Modells&#8221; gefallen, das ich kurz beschreiben m&#246;chte.</p>
<p><span id="more-805"></span></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/M4AsxNg9nNU&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/M4AsxNg9nNU&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<h3>Einleitung: &#8220;F&#252;r wen machen wir diese Website eigentlich?&#8221;</h3>
<p>&#8220;Wer sind die Nutzer unseres Produkts und was brauchen sie? F&#252;r wen genau machen wir das?&#8221; Diese Fragen diskutiert man oft in der Produktentwicklung. Antworten darauf werden oft mithilfe von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Personas">Personas</a> formuliert: Imagin&#228;re Nutzer werden m&#246;glichst lebendig anhand von Lebensl&#228;ufen und Tagesablauf beschrieben. Doch wie viel sagen Personas wirklich &#252;ber die Bed&#252;rfnisse und Nutzungsszenarien der Interessengruppe aus? Gerade wenn die empirischen Daten d&#252;nn sind, kommen Personas oft nicht &#252;ber Vermutungen hinaus.</p>
<p>Als Alternative zu Personas schl&#228;gt <a href="http://www.rosenfeldmedia.com/books/mental-models/author/biography/">Indi Young</a> von <a href="http://adaptivepath.com/">Adaptive Path</a> vor, das <strong>&#8220;</strong>mentales Modell<strong>&#8220;</strong> der Nutzer zu erforschen. Zur Ann&#228;herung sollte man sich nicht an Altersunterteilung oder Geschlecht orientieren, sondern <em>Verhalten, Vorstellungen und Reaktionen der Nutzer</em> in den Mittelpunkt stellen.</p>
<p>Wie erfasst man das &#8220;mentale Modell&#8221; der Nutzer? Aus dem Vortrag von Indi Young habe ich vier Schritte zusammengefasst.</p>
<h3>Schritt 1: Daten erheben</h3>
<p>Um herauszufinden, welche mentalen Modelle die Nutzer haben, empfiehlt Young qualitative Interviews mit Personen, die f&#252;r das Produkt besonders von Interesse sind. Aus Zeitgr&#252;nden finden diese meistens am Telefon statt.</p>
<p>Young empfiehlt<strong> sechs Regeln f&#252;r erfolgreiche Telefoninterviews:</strong></p>
<ol>
<li>Konzentriere Dich auf die Verhaltensweisen und Vorstellungen des Befragten, nicht auf Produkteigenschaften.</li>
<li>Stelle nur offene Fragen.</li>
<li>&#220;berlasse die Wortwahl dem Befragten.</li>
<li>Folge dem Gespr&#228;chsfluss.</li>
<li>Es geht nicht um Werkzeuge.</li>
<li>Die unmittelbaren Erfahrungen sind wichtig, sie sollten m&#246;glichst kurz zur&#252;ckliegen.</li>
</ol>
<h3>Schritt 2: Daten sichten und hierarchisch ordnen</h3>
<p>In den Transkripten der Interviews sucht man dann nach Aussagen, die das Verhalten, die Philosophie oder die Gef&#252;hle der Person wiedergeben und sammelt sie in einer Excel-Tabelle.</p>
<p>Diese atomaren Aussagen m&#252;ssen dann hierarchisch gegliedert werden. Daf&#252;r schl&#228;gt Young eine f&#252;nfstufige Struktur vor:</p>
<p><strong>Hierarchie</strong>:</p>
<ul>
<li>Mentaler Raum
<ul>
<li>Aufgabenbereich
<ul>
<li>Einzelaufgabe, gruppiert
<ul>
<li>Einzelaufgabe, individuell
<ul>
<li>Zitat aus Transkript</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><strong>Ein Beispiel:</strong></p>
<ul>
<li>Sich mit Leuten &#252;ber einen Film austauschen
<ul>
<li>Einen Film empfehlen
<ul>
<li>Eine Kritik schreiben
<ul>
<li>Eine Kritik schreiben
<ul>
<li>&#8220;&#8230;Kritiken schreiben. Ich habe das ein paar Mal gemacht&#8230;&#8221;</li>
</ul>
</li>
<li>Entscheiden, dass Kritiken schreiben Zeitverschwendung ist
<ul>
<li> &#8220;&#8230;dann entschied ich dass das doof ist&#8230;&#8221;</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h3>Schritt 3: Prozess-Diagramm des mentalen Modells zeichnen</h3>
<p>Ist eine solche Hierarchie erstellt, l&#228;sst sich daraus ein sehr breites Diagramm zeichnen. Es beschreibt den Prozess, den der Nutzer durchl&#228;uft (z.B. ins Kino gehen), von links nach rechts. Spaltenweise zeigt das Diagramm die unterschiedlichen Einzelsituationen auf, denen beim Nutzer dabei auftreten k&#246;nnen.</p>
<p>Zu jedes Situation kann man nun &#8220;unter dem Strich&#8221; notieren,<strong> inwieweit das eigene Produkt den Nutzer unterst&#252;tzen kann</strong>. So werden Schwerpunkte und L&#252;cken des eigenen Produkts sichtbar.</p>
<p><strong>So sieht z.B. das mentale Modell eines Kinog&#228;ngers als Diagramm aus:</strong></p>
<div id="attachment_806" class="wp-caption alignnone" style="width: 383px"><a href="http://holger-dieterich.de/wp-content/uploads/2008/08/mentales-modell-movie-goer.png"><img class="size-full wp-image-806" title="Ausschnitt aus einem &quot;mentalen Modell&quot;-Diagramm" src="http://holger-dieterich.de/wp-content/uploads/2008/08/mentales-modell-movie-goer.png" alt="Ausschnitt aus einem &quot;mentalen Modell&quot;-Diagramm" width="373" height="206" /></a><p class="wp-caption-text">Diagramm-Ausschnitt: &quot;Mentales Modell&quot; eines Kinog&#228;ngers (Young, 2004). </p></div>
<p>(<a href="http://www.rosenfeldmedia.com/books/downloads/mental-models/movie_mental_model.pdf">Ganzes Diagramm &#8220;Movie-Goer Mental Model&#8221; als PDF runterladen</a>)</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 382px"><img title="Makro-Ausschnitt des mentales Modells eines Kinog&#228;ngers, Situation: &quot;Sich mit einem Film identifizieren&quot;" src="http://holger-dieterich.de/wp-content/uploads//mentales-modell-ausschnitt-20080810-173633.png" alt="mentales-modell-ausschnitt" width="372" height="235" /><p class="wp-caption-text">Makro-Ausschnitt, Situation: &quot;Sich mit einem Film identifizieren&quot;</p></div>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 297px"><img title="Elemente des mentalen Modells" src="http://holger-dieterich.de/wp-content/uploads/mental_model-20080810-173133.png" alt="mental_model" width="287" height="205" /><p class="wp-caption-text">Elemente des Diagramms zum mentalen Modells</p></div>
<h3>Schritt 4: Das eigene Produkt im &#8220;mentalen Modell&#8221; des Nutzers positionieren</h3>
<p>Nun kann man besser einsch&#228;tzen, wo das eigene Produkt im &#8220;mentalen Modell&#8221; des Nutzers vorkommt und wo es ihm helfen kann. Wenn dabei L&#252;cken auffallen, muss das aber nicht hei&#223;en, dass diese vom eigenen Produkt gef&#252;llt werden m&#252;ssen: Wer ins Kino will, muss beispielsweise auch dort parken, und eine Website hilft da nur wenig.</p>
<p>Aber man kann damit vielleicht ein wenig besser entscheiden, wo die Schwerpunkte des eigenen Produkts liegen sollen und sich darauf fokussieren.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p><strong></strong>Wer das &#8220;mentale Modell&#8221; des Nutzers systematisch versucht zu verstehen, kann damit ein besseres Produkt gestalten, das dem Nutzer auch wirklich hilfreich ist.</p>
<p>&#220;brigens: Indi Young hat ein Buch zu diesem Thema geschrieben. Es hei&#223;t: <a href="http://www.rosenfeldmedia.com/books/mental-models/">Mental Models &#8211; Aligning design strategy with human behavior</a>. Man kann es nur online f&#252;r $19 USD als PDF kaufen, das gedruckte Buch kostet $36 (plus $20 Versand nach Deutschland).</p>
<p><a href="http://holger-dieterich.de/2008/08/mentales-modell/">Was wollen die Nutzer? Wie &#8220;mentale Modelle&#8221; bei der Produktentwicklung helfen</a> ist ein Artikel von: <a href="http://holger-dieterich.de">Web Produktmanagement Blog</a></p>
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