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	<title>Holger Dieterich &#187; svpg</title>
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	<description>agile product development, user experience design, usability testing</description>
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		<title>Wie man Produkte macht, die Kunden lieben</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 08:26:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Dieterich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[E-Business]]></category>
		<category><![CDATA[interaction design]]></category>
		<category><![CDATA[produktmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Produktmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[svpg]]></category>
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		<category><![CDATA[vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[zu Gast bei Gestern Abend hielt Kyrie Robinson einen Vortrag bei GameDuell und ich konnte dabei sein. Thema: Creating products that customers love to use (zu deutsch also eigentlich: &#8220;Produkte machen, Kunden lieben werden zu benutzen&#8221;, aber das klingt so holprig). Kyrie ist Partnerin bei der Silicon Valley Product Group und hat davor unter anderem [...]<p><a href="http://holger-dieterich.de/2008/03/wie-man-produkte-macht-die-kunden-lieben/">Wie man Produkte macht, die Kunden lieben</a> ist ein Artikel von: <a href="http://holger-dieterich.de">Web Produktmanagement Blog</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://holger-dieterich.de/wp-content/uploads/2008/03/kyrie-robinson.png" alt="Kyrie Robinson" /> <img src="http://holger-dieterich.de/wp-content/uploads/2008/03/svpg.png" alt="SVPG Logo" /> zu Gast bei <img src="http://holger-dieterich.de/wp-content/uploads/2008/03/gameduell.png" alt="GameDuell Logo" /></p>
<p>Gestern Abend hielt <a href="http://www.svpg.com/company/team/team.html#kyrie">Kyrie Robinson</a> einen Vortrag bei <a href="http://gameduell.de">GameDuell</a> und ich konnte dabei sein. Thema: <strong>Creating products that customers love to use</strong> (zu deutsch also eigentlich: &#8220;Produkte machen, Kunden lieben werden zu benutzen&#8221;, aber das klingt so holprig). Kyrie ist Partnerin bei der <a href="http://www.svpg.com">Silicon Valley Product Group</a> und hat davor unter anderem die User Experience f&#252;r <a href="http://tivo.com">TiVo</a> aufgebaut und geleitet (TiVo ist ein in den USA sehr erfolgreicher Festplattenrecorder, der f&#252;r seine ausgezeichnete Usability ber&#252;hmt ist).</p>
<p>Der Vortrag dauerte etwa eine halbe Stunde, und mit Produkten meinte sie passend zum Umfeld, vor allem Websites und elektronische Ger&#228;te. Davor gab&#8217;s in netter Runde Pizza f&#252;r alle etwa 30 Zuh&#246;rer, die haupts&#228;chlich bei GameDuell arbeiteten.</p>
<p><strong>Was ist Interaction Design?</strong></p>
<p>Diese Frage stellte Kyrie Robinson zu Beginn ihres Vortrages. F&#252;r sie liegt Interaction Design an der Schnittstelle zwischen visuellem Design, Entwicklung und Produktmanagement. Sie selbst hat Psychologie studiert und ist nach und nach in diesen Bereich hinein gewachsen. Wie kann man Interaktionen gestalten und vor allem verbessern? Kyrie empfiehlt, zu konkreten Nutzer-Aufgaben die <strong>Anzahl der notwendigen Klicks</strong> zu messen.<br />
<span id="more-644"></span><br />
<strong>Wie viele Klicks? Ein Beispiel.</strong></p>
<p>Eine Liste von Rechnungen auf bill.com soll gefiltert werden. Dazu war ein Dropdown-Men&#252; vorgesehen.</p>
<ol>
<li>Klick: Dropdown-Men&#252; &#246;ffnen.</li>
<li>Klick: Filter &#8220;nur offene Rechnungen&#8221; ausw&#228;hlen.</li>
<li>Klick: Auf den Button &#8220;OK&#8221; klicken</li>
</ol>
<p>Stattdessen schlug Kyrie Robinson Reiter f&#252;r die verschiedenen Ansichten vor, die mit nur einem Klick zu erreichen sind.</p>
<ol>
<li>Klick: auf Reiter &#8220;offene Rechnungen&#8221;.</li>
</ol>
<p><strong>Lohnt sich das Klick-Messen wirklich?</strong></p>
<p>Kyrie sagt ja, denn die schlechte Bedienbarkeit entsteht durch die Summe solcher Interaktionen. Alle m&#246;glichen Handlungen auf einer Website sollen deswegen auf den Pr&#252;fstand. Halbiert man die Anzahl der notwendigen Klicks, so halbiert man die H&#228;lfte des Aufwands und schafft so zufriedenere Nutzer.</p>
<p><strong>Position und n&#228;chste Handlung des Nutzers ber&#252;cksichtigen<br />
</strong></p>
<p>In ihrem Vortrag betonte Kyrie immer wieder die Wichtigkeit, die Ziele der Nutzer zu ber&#252;cksichtigen. Was will der Nutzer erreichen? An welcher Stelle auf dem Weg zu diesem Ziel befindet sich der Nutzer (position)? Und was ist die wahrscheinlichste n&#228;chste Handlung (next action)? Man sollte dem Nutzer bei seinem Ziel unterst&#252;tzen und nicht durch zu viele Handlungsalternativen vom Weg abbringen. Beispiel: Eine fertig erstellte Online-Rechnung auf bill.com will der Nutzer vermutlich ausgedrucken um sie zu verschicken und nicht l&#246;schen. Deshalb sollte man &#8220;Drucken&#8221; gro&#223; und deutlich machen, &#8220;L&#246;schen&#8221; aber nur klein und evtl. sogar an einer anderen Stelle auf der Seite.</p>
<p><strong>Button oder Link? </strong></p>
<p>Wichtig ist es auch, Bedienelemente nach der erwartung des Nutzers zu gestalten. Ein Button soll eine Aktion bezeichnen, z.B. das Absenden eines Formulars. Ein Link dient typischerweise der Navigation. Eine Ausnahme ist der &#8220;Logout&#8221;, eine Aktion die&#252;blicherweise trotzdem als Link gebaut wird.</p>
<p><strong>Welche Werkzeuge setzt eine Interaction Designer ein?</strong></p>
<p>Je nach Aufgabe jongliert er mit verschiedenen Planungstools und Darstellungsformen um Nutzeranforderungen und Personas zu definieren und die Usability zu optimieren.</p>
<ul>
<li>Analyse der m&#246;glichen Aufgaben, die ein Nutzer mit dem Produkt erledigen kann (&#8220;task analysis&#8221;)</li>
<li>Site Maps</li>
<li>Workflows</li>
<li>Konzepte</li>
<li>Wireframes</li>
</ul>
<p><strong>Wie macht man nun Produkte, die Kunden lieben?</strong></p>
<p>Kyrie Robinson beschreibt sechs Faktoren, die dabei helfen. Fokus liegt dabei auf den <strong>Prozessen</strong>, die zu einem guten Produkt f&#252;hren und nicht auf Eigenschaften von guten Produkten.</p>
<ol>
<li><strong>Die Zusammenarbeit zwischen Interaction Designern und Entwicklern (und dem Marketing)</strong><br />
Unbedingt m&#252;sssen sich Interaction Designer und Entwickler h&#228;ufig &#252;ber das Produkt austauschen, damit sie nicht an einander vorbei arbeiten. Die Interaction Designer basteln sonst lange an Entw&#252;rfen, Wireframes und Prototypen, die technisch nicht machbar oder auf diese Weise nicht sinnvoll sind. Die Entwickler ihrerseits bauen gerne Funktionen, die einfach und elegant umzusetzen sind. Dabei kommen langweilige oder schwer bedienbare Websites heraus. Wie bringt man Interaction Designer und Entwickler zusammen? Am besten das B&#252;ro so gestalten, dass sich beide m&#246;glichst oft &#252;ber den Weg laufen und sich im Flur, am Wasserspender oder beim Lunch erz&#228;hlen, was sie am Produkt eigentlich gerade planen und umsetzen.</li>
<li><strong>Unterst&#252;tzung durch das Management</strong><br />
Auch die Leitungsebene eines Unternehmens muss den Anwender in den Mittelpunkt stellen, damit Produkte entstehen k&#246;nnen, die diese wirklich gern benutzen. Jeff Bezos, CEO von Amazon, ist ein gutes Beispiel daf&#252;r. Er sei geradezu versessen auf die Usability von Amazon und  erscheint auf firmeninternen Vortr&#228;gen dazu. Damit demonstriere er seinen Mitarbeitern, wie wichtig ihm das Thema ist.</li>
<li><strong>Iteration</strong><br />
Wiederholung ist wichtig, denn niemand macht den gro&#223;en Wurf im ersten Versuch. Deshalb ist es wichtig, Prototypen zu bauen. Bei jeder Wiederholung kann das Produkt besser werden.</li>
<li><strong>Feedback von Nutzern einholen</strong><br />
Man sollte in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden R&#252;ckmeldungen von den Nutzern einholen, am besten w&#246;chentlich oder zweiw&#246;chentlich. Kyrie geht kurz auf die scheinbare <strong>Ausnahme Apple</strong> ein: Man sagt oft, Steve Jobs sei kein Freund von Kundenfeedback, was f&#252;r die initiale Produktversion auch zutreffen mag. In der Entwicklung eines Produkts finden dann aber <strong>durchaus viele Nutzertests</strong> statt und das Feedback flie&#223;t mit ein (z.B. iPhone).</li>
<li><strong>Passion: Leidenschaft von allen Beteiligten</strong><br />
Damit ein Produkt wirklich gut wird, m&#252;ssen alle Beteiligten wirklich leidenschaftlich bei der Sache sein. Die &#8220;Extra-Meile&#8221; muss gegangen werden: auch ein kleiner, nervender Bug muss von den Testern berichtet, von den Produktmanagern priorisiert und schlie&#223;lich von den Entwicklern behoben werden. Nur wenn alle beteiligten das auch wirklich wollen, wird es klappen.</li>
<li><strong>Ein sehr starkes Produkt- und Business Management</strong><br />
Als letzten Punkt betont Kyrie Robinson, dass ein gutes Produkt nur entstehen kann, wenn das Management des Produkts selbst und des gesamten Gesch&#228;fts aktiv geplant und voran getrieben wird.</li>
</ol>
<p><strong>Further Reading &#8211; Buchempfehlungen</strong><br />
Abschlie&#223;end empfiehlt Kyrie Robinson vier B&#252;cher. Alle sind sehr praxisorientiert und damit schnell und einfach zu lesen. Hier die Amazon-Links:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.amazon.de/Inmates-Are-Running-Asylum-High-tech/dp/0672326140/"><span class="sans"><span id="btAsinTitle">The Inmates Are Running the Asylum: Why High-tech Products Drive Us Crazy and How to Restore the Sanity</span></span></a></li>
<li><a href="http://www.amazon.de/Inmates-Are-Running-Asylum-High-tech/dp/0672326140/"><span class="sans"></span></a><a href="http://www.amazon.de/Think-Common-Sense-Approach-Usability/dp/0321344758/"><span class="sans"><span id="btAsinTitle">Don&#8217;t Make Me Think! A Common Sense Approach to Web Usability</span></span></a></li>
<li><a href="http://www.amazon.de/Non-Designers-Design-typographic-principles-novice/dp/0321193857/"><span class="sans"><span id="btAsinTitle">The Non-Designer&#8217;s Design Book. Design and typographic principles for the visual novice.</span></span></a></li>
<li><a href="http://www.amazon.de/Non-Designers-Design-typographic-principles-novice/dp/0321193857/"><span class="sans"></span></a><a href="http://www.amazon.de/Defensive-Design-Web-Improve-Messages/dp/073571410X/"><span class="sans"><span id="btAsinTitle">Defensive Design for the Web: How to Improve Error Messages, Help, Forms, and Other Online Crisis Points</span></span></a></li>
</ul>
<p><strong>Fragen und Antworten nach dem Vortrag</strong></p>
<p>Nach dem Ende des Vortrags beantworte Kyrie Robinson noch Fragen der Zuh&#246;rer.</p>
<ul>
<li><strong>Wie gestaltet man ein Produkt mit Wow-Faktor, wie z.B. das iPhone?</strong>
<ol>
<li>Ein sehr gutes visuelles Design</li>
<li>Bewegung (&#8220;motion&#8221;)</li>
<li>Subtile &#8220;Magie&#8221; einer Produkteigenschaft (entweder wirklich neu oder ungew&#246;hnlich anders umgesetzt)</li>
</ol>
</li>
<li><strong>Was sind wirklich gute Websites aus Sicht einer Usability Expertin &#8211; au&#223;er Amazon?</strong>
<ul>
<li><a href="http://skype.com">Skype</a>, <a href="http://mail.yahoo.com">Yahoo Mail</a>, <a href="http://netflix.com">Netflix</a>, <a href="http://tivo.com">TiVo</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Wie bekommt man am besten Nutzer-Feedback auf sein Produkt?</strong>
<ul>
<li>Schnelle <strong>Umfragen</strong> per E-Mail, die nur zwei bis drei Fragen beinhalten. Guter Indikator f&#252;r Zufriedenheit ist hier die Frage: &#8220;W&#252;rden Sie das Produkt weiterempfehlen?&#8221;</li>
<li><strong>Usability-Tests</strong> auch mit dem fertigen Produkt oder frisch gestarteten Produktfeature</li>
<li><strong>Telefoninterviews</strong>. Kurze formlose E-Mail an einzelne Nutzer mit der Frage, ob und wann man sie mal anrufen d&#252;rfe. Dann offene Fragen stellen.</li>
<li><strong>Web Analyse</strong>. Gut f&#252;r konkrete Fragen wie: &#8220;An welcher Stelle des Einkaufprozesses steigen die Kunden aus?&#8221;</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Insgesamt fand ich den Vortrag sehr inspirierend. Der Funke ist sicher zur vielen Zuh&#246;rern &#252;bergesprungen!</p>
<p><a href="http://holger-dieterich.de/2008/03/wie-man-produkte-macht-die-kunden-lieben/">Wie man Produkte macht, die Kunden lieben</a> ist ein Artikel von: <a href="http://holger-dieterich.de">Web Produktmanagement Blog</a></p>
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