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	<title>Holger Dieterich &#187; vortrag</title>
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	<description>agile product development, user experience design, usability testing</description>
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		<title>Akquise f&#252;r Selbst&#228;ndige</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 21:53:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Dieterich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eher zuf&#228;llig bin ich auf dem Barcamp Stuttgart 2 in der Session &#8220;Marketing und Akquise f&#252;r Selbst&#228;ndige&#8221; geraten. Es war eine offene Runde, in der die Teilnehmer Akquise-M&#246;glichkeiten gesammelt und besprochen haben. Folgene Akquise-Wege f&#252;r Selbst&#228;ndige wurden genannt: Blog Xing (angeschrieben werden, selbst anschreiben, aktiv teilnehmen in themenverwandten Gruppen) pers&#246;nliche Kontakte Empfehlungen von Kunden und [...]<p><a href="http://holger-dieterich.de/2009/09/akquise-fuer-selbstaendige/">Akquise f&#252;r Selbst&#228;ndige</a> ist ein Artikel von: <a href="http://holger-dieterich.de">Web Produktmanagement Blog</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Eher zuf&#228;llig bin ich auf dem <a href="http://bcstuttgart2.mixxt.de">Barcamp Stuttgart 2</a> in der Session &#8220;Marketing und Akquise f&#252;r Selbst&#228;ndige&#8221; geraten. Es war eine offene Runde, in der die Teilnehmer Akquise-M&#246;glichkeiten gesammelt und besprochen haben.</p>
<p>Folgene Akquise-Wege f&#252;r Selbst&#228;ndige wurden genannt:</p>
<ul>
<li>Blog</li>
<li>Xing (angeschrieben werden, selbst anschreiben, aktiv teilnehmen in themenverwandten Gruppen)</li>
<li>pers&#246;nliche Kontakte</li>
<li>Empfehlungen von Kunden und anderen</li>
<li>Zeitungartikel</li>
<li>Google AdWords</li>
<li>Schulungen oder Seminare halten</li>
<li>Kooperationen mit anderen Unternehmen und Selbst&#228;ndigen</li>
<li>Networking: &#8220;ich bin gerade mal wieder in der Stadt&#8221;</li>
<li>Newsletter</li>
<li>Sponsoring, z.B. von Veranstaltungen wie Barcamps</li>
<li>Twitter</li>
<li>eigener E-Mail Footer</li>
<li>Kaffeetrinken mit anderen Leuten</li>
<li>eigene Website mit Referenzen</li>
<li>Barcamps</li>
<li>Whitepaper auf Website</li>
</ul>
<p>Das lasse ich einfach mal als Liste so stehen. <img src='http://holger-dieterich.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://holger-dieterich.de/2009/09/akquise-fuer-selbstaendige/">Akquise f&#252;r Selbst&#228;ndige</a> ist ein Artikel von: <a href="http://holger-dieterich.de">Web Produktmanagement Blog</a></p>
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		<title>Userbewertungen und Recht</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 21:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Dieterich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die zweite Session, die ich auf dem Barcamp Stuttgart II besuchte, wurde von Rechtsanwalt Dr. Carsten Ulbricht gehalten. Thema: Userbewertungen &#038; Recht &#8211; Meinungsfreiheit vs. unzul&#228;ssige Produktkritik. Hier meine Mitschrift zu diesem Vortrag, der mir sehr gefallen hat. Er war auch sehr gut besucht (wie eigentlich immer bei Rechtsthemen auf Barcamps). Anlass f&#252;r Carsten den [...]<p><a href="http://holger-dieterich.de/2009/09/userbewertungen-und-recht/">Userbewertungen und Recht</a> ist ein Artikel von: <a href="http://holger-dieterich.de">Web Produktmanagement Blog</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die zweite Session, die ich auf dem <a href="http://bcstuttgart2.mixxt.de">Barcamp Stuttgart II</a> besuchte, wurde von <a href="http://rechtzweinull.de">Rechtsanwalt Dr. Carsten Ulbricht</a> gehalten. Thema: Userbewertungen &#038; Recht &#8211; Meinungsfreiheit vs. unzul&#228;ssige Produktkritik.</p>
<p>Hier meine Mitschrift zu diesem Vortrag, der mir sehr gefallen hat. Er war auch sehr gut besucht (wie eigentlich immer bei Rechtsthemen auf Barcamps).</p>
<p>Anlass f&#252;r Carsten den Vortrag vorzuschlagen war das BGH-Urteil zum Fall spickmich.de, einer Lehrer-Bewertungsplattform. Im konkreten Fall wurde die Kritik an einer Lehrerin auf der Plattform f&#252;r zul&#228;ssig erkl&#228;rt. Doch das ist nicht unbedingt das letzte Wort und keinesfalls kann es verallgemeinert werden. In Frankreich ist au&#223;erdem ein fast identischer Fall und f&#252;r unzul&#228;ssig erkl&#228;rt worden.</p>
<p>Die Problemfelder sind: Was wird bewertet? Wie? Und wer?</p>
<p>Grunds&#228;tze:</p>
<ul>
<li>Bei einer <strong>Tatsachenbehauptung</strong> kann man beweisen ob es stimmt (z.B. &#8220;es ist 23 Grad im Raum&#8221;). Bei einer <strong>Meinungs&#228;u&#223;erung</strong> kann ich das nicht (z.B. &#8220;es ist zu warm&#8221;). Tatsachenbehauptungen sollten <em>wahr</em> sein, Meinungs&#228;u&#223;erungen sollten <em>vertretbar</em> sein.</li>
<li>Man kann unterscheiden zwischen dem Schutz des &#196;u&#223;ernden und dem der Plattform.</li>
<li>Der Schutz wird betrachtet unabh&#228;ngig von Qualit&#228;t oder auch Anonymit&#228;t der &#196;u&#223;erung.</li>
<li>Andererseits gibt es einen Schutz des allgemeinen Pers&#246;nlichkeitsrechts und des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung. Und es gibt das Recht sich gegen herabsetzende, verf&#228;lschende, entstellende &#246;ff. zu wehren.</li>
</ul>
<p>Man muss also die Interessen abw&#228;gen zwischen Meinungsfreiheit vs. allgemeinen  Pers&#246;nlichkeitsrecht.</p>
<p>Beispiele:</p>
<ul>
<li>Produktbewertung grunds&#228;tzlich zul&#228;ssig (Stiftung Warentest)</li>
<li>Bewertung ist unzul&#228;ssig bei Eingriffen in Privat- oder Intimsph&#228;re (z.B. nur Kriterien was Lehrer beruflich machen d&#252;rfen bewertet werden)</li>
<li>Bewertung ist grunds&#228;tzlich zul&#228;ssig, wenn Sozialsph&#228;re betroffen ist (berufliches Umfeld)</li>
</ul>
<p>Aber es h&#228;ngt auch von der Einsch&#228;tzung der Richter ab. So gibt es extrem unterschiedliche Beispiele was eine Beleidigung ist. Einmal ist &#8220;A&#8230;loch&#8221; keine Beleidigung, sondern eine &#8216;pointierte &#196;u&#223;erung&#8217; des Mi&#223;fallens. Ein anderes Gericht sieht in einem anderen Fall schon die Du-Form als eine &#8216;Handlung mit innewohnendem beleidigenden Charakter&#8217;.</p>
<p>Deswegen der Rat:<br />
Die &#8220;Mutti-Regel&#8221; ist gute Richtlinie! <img src='http://holger-dieterich.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  &#8220;Wenn Deine Mutti sagen w&#252;rde, das ist eine Beleidigung, dann ist es vermutlich eine.&#8221;</p>
<p>Im aktuellen spickmich-Urteil wurde folgendes als <strong>zul&#228;ssig</strong> gesehen:</p>
<ul>
<li>anonyme Bewertung</li>
<li>Bewertung ohne Anmeldung</li>
<li>Sternchen- und Schulnoten-Bewertungen</li>
<li>Freitexte sind auch grunds&#228;tzlich zul&#228;ssig (enthalten aber ein gr&#246;&#223;eres Risiko)</li>
</ul>
<p>(Verdeckte) Konkurrentenbewertung ist ein Sonderfall, denn hier ist auch das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) zu beachten. Ein Eintrag grunds&#228;tzlich zul&#228;ssig <strong>aber</strong> unlauter wenn gesch&#228;ftssch&#228;digend und nicht erweislich wahr ( § 4 Nr.8 UWG). Auch muss man die Regelung &#252;ber vergleichende Werbung beachten (und das ist schwierig!). Auf keinen Fall darf man den Werbecharakter der Bewertung verschleiern.</p>
<p>Wie man mit den Riskiken umgehen sollte:</p>
<ul>
<li>Klare und transparente Nutzungsbedingungen (mit Netiquette) schaffen</li>
<li>Kontrollmechanismen einbauen</li>
<li>Keine sensiblen personenbezogenen Daten auf der Website ver&#246;ffentlichen</li>
<li>nutzergenerierte Inhalte als solche kennzeichnen (z.B. &#8220;von Nutzername&#8221;)</li>
<li>keine redaktionelle Auswahl treffen (und Vorauswahl darf auch nicht in den AGB stehen, weil man sonst ggf. darauf festgenagelt wird!)</li>
<li>abuse button: Es einfach machen Probleme zu melden und einen Prozess daf&#252;r haben</li>
<li>&#8220;notice and takedown&#8221;: Sobald man davon erf&#228;hrt sollte man die fragw&#252;rdige Bewertung vom Netz nehmen</li>
</ul>
<p>Ausblick</p>
<ul>
<li>Es wird weitere Bewertungsplattformen geben (offenbar arbeitet z.B. die AOK an einer Arztbewertungsplattform)</li>
<li>Die Plattformen werden sich professionalisieren</li>
<li>Einbindung in andere Prozesse(?)</li>
<li>Mehr Rechtsprechung zum Thema Bewertungen ist zu erwarten</li>
</ul>
<p>Zwischenfragen: </p>
<ul>
<li>Was ist wenn mein Serverstandort im Ausland ist?<br />
Antwort: Das ist egal, es kommt auf die Marktausrichtung des Angebots an. Wenn der deutsche Markt angepeilt wird, dann gelten auch deutsche Gesetze. Aber es gibt ein Problem der Durchsetzungsf&#228;higkeit des Rechts.</li>
<li>Wie vermeidet man, dass die Plattform haftet?<br />
Bei Kenntnis einer Verletzung die fragw&#252;rdige Bewertung runter nehmen und k&#252;nftig Sorge tragen, dass es nicht mehr vorkommen kann.</li>
</ul>
<p>Danke an Carsten f&#252;r den tollen Vortrag! Falls ich etwas falsch verstanden habe korrigiert mich bitte.</p>
<p>Carsten hat &#252;ber dieses Thema auch selbst gebloggt: <a href="http://www.rechtzweinull.de/index.php?/archives/57-Rechtliche-Vorgaben-fuer-Bewertungsportale-konkretisiert.html">Rechtliche Vorgaben f&#252;r Bewertungsportale konkretisiert</a>.</p>
<p><a href="http://holger-dieterich.de/2009/09/userbewertungen-und-recht/">Userbewertungen und Recht</a> ist ein Artikel von: <a href="http://holger-dieterich.de">Web Produktmanagement Blog</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die 10 gr&#246;&#223;ten Probleme als Online Produktmanager</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 17:05:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Dieterich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf der &#8220;Un-Konferenz&#8221; Barcamp Stuttgart II habe ich heute als erste Session den Vortrag von Florian Fastner geh&#246;rt. Thema: Die zehn gr&#246;&#223;ten Probleme als Online Produktmanager. Aus seiner vierj&#228;hrigen Erfahrung bei Autoscout24 erz&#228;hlte er einiges, was ich gut nachvollziehen kann. Florian definiert die Rolle des Produktmanagers als jemanden, der Produkte oder Funktionen umsetzt und betreut. [...]<p><a href="http://holger-dieterich.de/2009/09/die-10-groessten-probleme-als-online-produktmanager/">Die 10 gr&#246;&#223;ten Probleme als Online Produktmanager</a> ist ein Artikel von: <a href="http://holger-dieterich.de">Web Produktmanagement Blog</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der &#8220;Un-Konferenz&#8221; <a href="http://bcstuttgart2.mixxt.de">Barcamp Stuttgart II</a> habe ich heute als erste Session den Vortrag von <a href="http://www.10fruits.com/blog/">Florian Fastner</a> geh&#246;rt. Thema: Die zehn gr&#246;&#223;ten Probleme als Online Produktmanager. Aus seiner vierj&#228;hrigen Erfahrung bei <a href="http://www.autoscout24.de/">Autoscout24</a> erz&#228;hlte er einiges, was ich gut nachvollziehen kann.</p>
<p>Florian definiert die Rolle des Produktmanagers als jemanden, der Produkte oder Funktionen umsetzt und betreut. <a href="http://holger-dieterich.de/2008/07/web-produktmanagement/">Meine Definition f&#252;r Produktmanagement</a> ist &#228;hnlich.</p>
<p>Hier meine Mitschrift zu den Top 10 Problemen von Produktmanagern:</p>
<ol>
<li><strong>Viele Produktw&#252;nsche &#252;berrollen einen</strong>
<ul>
<li>Alle kommen mit Ideen und Vorschl&#228;gen, die es zu priorisieren gilt. Deshalb schl&#228;gt Florian vor, Einstiegsh&#252;rden f&#252;r Produktideen zu schaffen, z.B. ein zweiseitiges Formular das jeder Kollege erst einmal ausf&#252;llen soll. In einem Unternehmen mit 300 Mitarbeitern mag das hilfreich sein. Ich selbst versuche eher diese H&#252;rde gering zu halten, damit alle Interessen geh&#246;rt werden.</li>
<li>Man sollte einen Prozess definieren (z.B. Scrum) und kommunizieren, damit nicht &#8220;auf Zuruf&#8221; Produktfeatures umgesetzt werden. Der Prozess soll f&#252;r alle Beteiligten transparent sein.</li>
<li>Transparenz, damit es keine Entt&#228;uschung beim Ideengeber gibt und nach der Evaluation auch Feedback geben. Priorisieren: Aufwand und Komplexit&#228;t grob sch&#228;tzen und sich fragen, ob die Idee auch zur Strategie des Unternehmens passt &#8211; am besten in interdisziplin&#228;ren Runden zwischen IT und Produktmanagemt (klingt nach Gespr&#228;ch zwischen Product Owner und Scrum Master <img src='http://holger-dieterich.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).
</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Es gibt keine Produktstrategie</strong>
<ul>
<li>Die Produktstrategie sollte man von der Gesch&#228;ftsf&#252;hrung einfordern</li>
<li>Wenn nichts kommt, dann sollte man selbst aktiv eine Strategie vorschlagen und nach oben abstimmen</li>
<li>Fokussieren</li>
<li>Nicht alles nachbauen, was Wettbewerber machen, sondern eine eigene Strategie verfolgen.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Man muss mit Produktskeptikern und -Feinden umgehen</strong>
<ul>
<li>Stakeholer abholen (Essen gehen), sie anh&#246;ren und ihnen einen Vorteil anbieten</li>
<li>Kritische Themen vorher vom Management absegnen lassen (&#8220;Wir wollen wirklich diesen Bannerplatz nicht mehr auf der Startseite?&#8221;)</li>
</li>
</ul>
<li><strong>Interne &#8220;Experten&#8221; meinen zu wissen, was Kunden wollen</strong>
<ul>
<li>Nicht alle fragen sondern Multiplikatoren aus allen betreffenden Bereichen verwenden. Keine Riesenrunden in denen diskutiert wird &#246;ffnen.</li>
<li>Zahlen statt Bauchgef&#252;hl und testen, testen, testen (A/B-Tests)</li>
<li>Zusage vom Management zur Methodik geben lassen</li>
</li>
</ul>
<li><strong>Sch&#228;tzungen stimmen nie</strong>
<ul>
<li>Auch Produktmanagement und Qualit&#228;tssicherung (QA) kosten Zeit und Geld.</li>
<li>Man sollte lieber kleine Schritte machen als gro&#223;e Spr&#252;nge</li>
<li>In der Planung besteht der beste Hebel f&#252;r das Produktmanagement darin, den Umfang des Projekts zu ver&#228;ndern (&#8220;Scope&#8221;). Dabei lieber 80 Prozent der Features zu 100 Prozent fertig machen als 100 Prozent der Features zu 80 Prozent. &#8211; Mal angenommen es g&#228;be so etwas wie 100 Prozent. <img src='http://holger-dieterich.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </li>
<li>Agile Methoden helfen Sch&#228;tzungen zu verbessern</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Spezifikationen liest keiner</strong>
<ul>
<li>viel Kommunizieren</li>
<li>Sitzpl&#228;tze der Mitarbeier mischen, damit diese kommunizieren</li>
<li>Prototypen sagen mehr als 1000 Worte</li>
<li>Dokumentation als Mittel zum Zweck betrachten und nicht als heilige Kuh</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Die IT ist fertig und damit wird das Ziel als erreicht betrachtet</strong>
<ul>
<li>Produktmanagement und IT braucht gemeinsame Ziele.</li>
<li>Auch die Entwickler f&#252;r Design und Usability begeistern.</li>
<li>Alle m&#252;ssen Qualit&#228;t verinnerlichen (nicht weichkochen lassen)</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Das Produktportfolio wird immer umfangreicher</strong>
<ul>
<li>Produktcontrolling: Welches Produktfeature bringt wieviel ein und welchen Aufwans m&#252;ssen wir immer wieder reinstecken? Laufende Aufw&#228;nde erfassen.</li>
<li>Es gibt keine &#8220;Nebenher-Produkte&#8221;. Alles macht Arbeit.</li>
<li>Man sollte den Mut haben, Produkte auch mal &#8220;sterben&#8221; zu lassen</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Alle hoffen auf einen &#8220;Big Bang&#8221; Effekt</strong>
<ul>
<li>Den gibt es nicht, viele rechnen aber damit und sind dann entt&#228;uscht</li>
<li>Gentle Deployment und vorher ank&#252;ndigen</li>
<li>idealerweise eine zeitlang beide Versionen parallel anbieten, damit sich die Leute langsam umgew&#246;hnen k&#246;nnen</li>
<li>Die Abteilungen im Unternehmen &#252;ber die &#196;nderungen regelm&#228;&#223;ig informieren</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Es gibt keine Zeit f&#252;r nachhaltiges Produktwachstum</strong>
<ul>
<li>Erwartungshaltung relativieren</li>
<li>Benchmark Zahlen besorgen</li>
<li>Nicht sofort &#8220;optimieren&#8221;</li>
</ul>
</li>
</ol>
<p>Danke f&#252;r den sch&#246;nen Vortrag, Florian! Falls ich etwas falsch verstanden habe korrigiert ich bitte.</p>
<p><a href="http://holger-dieterich.de/2009/09/die-10-groessten-probleme-als-online-produktmanager/">Die 10 gr&#246;&#223;ten Probleme als Online Produktmanager</a> ist ein Artikel von: <a href="http://holger-dieterich.de">Web Produktmanagement Blog</a></p>
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		<title>Wie man Produkte macht, die Kunden lieben</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 08:26:54 +0000</pubDate>
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		<guid isPermaLink="false">http://holger-dieterich.de/blog/wie-man-produkte-macht-die-kunden-lieben</guid>
		<description><![CDATA[zu Gast bei Gestern Abend hielt Kyrie Robinson einen Vortrag bei GameDuell und ich konnte dabei sein. Thema: Creating products that customers love to use (zu deutsch also eigentlich: &#8220;Produkte machen, Kunden lieben werden zu benutzen&#8221;, aber das klingt so holprig). Kyrie ist Partnerin bei der Silicon Valley Product Group und hat davor unter anderem [...]<p><a href="http://holger-dieterich.de/2008/03/wie-man-produkte-macht-die-kunden-lieben/">Wie man Produkte macht, die Kunden lieben</a> ist ein Artikel von: <a href="http://holger-dieterich.de">Web Produktmanagement Blog</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://holger-dieterich.de/wp-content/uploads/2008/03/kyrie-robinson.png" alt="Kyrie Robinson" /> <img src="http://holger-dieterich.de/wp-content/uploads/2008/03/svpg.png" alt="SVPG Logo" /> zu Gast bei <img src="http://holger-dieterich.de/wp-content/uploads/2008/03/gameduell.png" alt="GameDuell Logo" /></p>
<p>Gestern Abend hielt <a href="http://www.svpg.com/company/team/team.html#kyrie">Kyrie Robinson</a> einen Vortrag bei <a href="http://gameduell.de">GameDuell</a> und ich konnte dabei sein. Thema: <strong>Creating products that customers love to use</strong> (zu deutsch also eigentlich: &#8220;Produkte machen, Kunden lieben werden zu benutzen&#8221;, aber das klingt so holprig). Kyrie ist Partnerin bei der <a href="http://www.svpg.com">Silicon Valley Product Group</a> und hat davor unter anderem die User Experience f&#252;r <a href="http://tivo.com">TiVo</a> aufgebaut und geleitet (TiVo ist ein in den USA sehr erfolgreicher Festplattenrecorder, der f&#252;r seine ausgezeichnete Usability ber&#252;hmt ist).</p>
<p>Der Vortrag dauerte etwa eine halbe Stunde, und mit Produkten meinte sie passend zum Umfeld, vor allem Websites und elektronische Ger&#228;te. Davor gab&#8217;s in netter Runde Pizza f&#252;r alle etwa 30 Zuh&#246;rer, die haupts&#228;chlich bei GameDuell arbeiteten.</p>
<p><strong>Was ist Interaction Design?</strong></p>
<p>Diese Frage stellte Kyrie Robinson zu Beginn ihres Vortrages. F&#252;r sie liegt Interaction Design an der Schnittstelle zwischen visuellem Design, Entwicklung und Produktmanagement. Sie selbst hat Psychologie studiert und ist nach und nach in diesen Bereich hinein gewachsen. Wie kann man Interaktionen gestalten und vor allem verbessern? Kyrie empfiehlt, zu konkreten Nutzer-Aufgaben die <strong>Anzahl der notwendigen Klicks</strong> zu messen.<br />
<span id="more-644"></span><br />
<strong>Wie viele Klicks? Ein Beispiel.</strong></p>
<p>Eine Liste von Rechnungen auf bill.com soll gefiltert werden. Dazu war ein Dropdown-Men&#252; vorgesehen.</p>
<ol>
<li>Klick: Dropdown-Men&#252; &#246;ffnen.</li>
<li>Klick: Filter &#8220;nur offene Rechnungen&#8221; ausw&#228;hlen.</li>
<li>Klick: Auf den Button &#8220;OK&#8221; klicken</li>
</ol>
<p>Stattdessen schlug Kyrie Robinson Reiter f&#252;r die verschiedenen Ansichten vor, die mit nur einem Klick zu erreichen sind.</p>
<ol>
<li>Klick: auf Reiter &#8220;offene Rechnungen&#8221;.</li>
</ol>
<p><strong>Lohnt sich das Klick-Messen wirklich?</strong></p>
<p>Kyrie sagt ja, denn die schlechte Bedienbarkeit entsteht durch die Summe solcher Interaktionen. Alle m&#246;glichen Handlungen auf einer Website sollen deswegen auf den Pr&#252;fstand. Halbiert man die Anzahl der notwendigen Klicks, so halbiert man die H&#228;lfte des Aufwands und schafft so zufriedenere Nutzer.</p>
<p><strong>Position und n&#228;chste Handlung des Nutzers ber&#252;cksichtigen<br />
</strong></p>
<p>In ihrem Vortrag betonte Kyrie immer wieder die Wichtigkeit, die Ziele der Nutzer zu ber&#252;cksichtigen. Was will der Nutzer erreichen? An welcher Stelle auf dem Weg zu diesem Ziel befindet sich der Nutzer (position)? Und was ist die wahrscheinlichste n&#228;chste Handlung (next action)? Man sollte dem Nutzer bei seinem Ziel unterst&#252;tzen und nicht durch zu viele Handlungsalternativen vom Weg abbringen. Beispiel: Eine fertig erstellte Online-Rechnung auf bill.com will der Nutzer vermutlich ausgedrucken um sie zu verschicken und nicht l&#246;schen. Deshalb sollte man &#8220;Drucken&#8221; gro&#223; und deutlich machen, &#8220;L&#246;schen&#8221; aber nur klein und evtl. sogar an einer anderen Stelle auf der Seite.</p>
<p><strong>Button oder Link? </strong></p>
<p>Wichtig ist es auch, Bedienelemente nach der erwartung des Nutzers zu gestalten. Ein Button soll eine Aktion bezeichnen, z.B. das Absenden eines Formulars. Ein Link dient typischerweise der Navigation. Eine Ausnahme ist der &#8220;Logout&#8221;, eine Aktion die&#252;blicherweise trotzdem als Link gebaut wird.</p>
<p><strong>Welche Werkzeuge setzt eine Interaction Designer ein?</strong></p>
<p>Je nach Aufgabe jongliert er mit verschiedenen Planungstools und Darstellungsformen um Nutzeranforderungen und Personas zu definieren und die Usability zu optimieren.</p>
<ul>
<li>Analyse der m&#246;glichen Aufgaben, die ein Nutzer mit dem Produkt erledigen kann (&#8220;task analysis&#8221;)</li>
<li>Site Maps</li>
<li>Workflows</li>
<li>Konzepte</li>
<li>Wireframes</li>
</ul>
<p><strong>Wie macht man nun Produkte, die Kunden lieben?</strong></p>
<p>Kyrie Robinson beschreibt sechs Faktoren, die dabei helfen. Fokus liegt dabei auf den <strong>Prozessen</strong>, die zu einem guten Produkt f&#252;hren und nicht auf Eigenschaften von guten Produkten.</p>
<ol>
<li><strong>Die Zusammenarbeit zwischen Interaction Designern und Entwicklern (und dem Marketing)</strong><br />
Unbedingt m&#252;sssen sich Interaction Designer und Entwickler h&#228;ufig &#252;ber das Produkt austauschen, damit sie nicht an einander vorbei arbeiten. Die Interaction Designer basteln sonst lange an Entw&#252;rfen, Wireframes und Prototypen, die technisch nicht machbar oder auf diese Weise nicht sinnvoll sind. Die Entwickler ihrerseits bauen gerne Funktionen, die einfach und elegant umzusetzen sind. Dabei kommen langweilige oder schwer bedienbare Websites heraus. Wie bringt man Interaction Designer und Entwickler zusammen? Am besten das B&#252;ro so gestalten, dass sich beide m&#246;glichst oft &#252;ber den Weg laufen und sich im Flur, am Wasserspender oder beim Lunch erz&#228;hlen, was sie am Produkt eigentlich gerade planen und umsetzen.</li>
<li><strong>Unterst&#252;tzung durch das Management</strong><br />
Auch die Leitungsebene eines Unternehmens muss den Anwender in den Mittelpunkt stellen, damit Produkte entstehen k&#246;nnen, die diese wirklich gern benutzen. Jeff Bezos, CEO von Amazon, ist ein gutes Beispiel daf&#252;r. Er sei geradezu versessen auf die Usability von Amazon und  erscheint auf firmeninternen Vortr&#228;gen dazu. Damit demonstriere er seinen Mitarbeitern, wie wichtig ihm das Thema ist.</li>
<li><strong>Iteration</strong><br />
Wiederholung ist wichtig, denn niemand macht den gro&#223;en Wurf im ersten Versuch. Deshalb ist es wichtig, Prototypen zu bauen. Bei jeder Wiederholung kann das Produkt besser werden.</li>
<li><strong>Feedback von Nutzern einholen</strong><br />
Man sollte in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden R&#252;ckmeldungen von den Nutzern einholen, am besten w&#246;chentlich oder zweiw&#246;chentlich. Kyrie geht kurz auf die scheinbare <strong>Ausnahme Apple</strong> ein: Man sagt oft, Steve Jobs sei kein Freund von Kundenfeedback, was f&#252;r die initiale Produktversion auch zutreffen mag. In der Entwicklung eines Produkts finden dann aber <strong>durchaus viele Nutzertests</strong> statt und das Feedback flie&#223;t mit ein (z.B. iPhone).</li>
<li><strong>Passion: Leidenschaft von allen Beteiligten</strong><br />
Damit ein Produkt wirklich gut wird, m&#252;ssen alle Beteiligten wirklich leidenschaftlich bei der Sache sein. Die &#8220;Extra-Meile&#8221; muss gegangen werden: auch ein kleiner, nervender Bug muss von den Testern berichtet, von den Produktmanagern priorisiert und schlie&#223;lich von den Entwicklern behoben werden. Nur wenn alle beteiligten das auch wirklich wollen, wird es klappen.</li>
<li><strong>Ein sehr starkes Produkt- und Business Management</strong><br />
Als letzten Punkt betont Kyrie Robinson, dass ein gutes Produkt nur entstehen kann, wenn das Management des Produkts selbst und des gesamten Gesch&#228;fts aktiv geplant und voran getrieben wird.</li>
</ol>
<p><strong>Further Reading &#8211; Buchempfehlungen</strong><br />
Abschlie&#223;end empfiehlt Kyrie Robinson vier B&#252;cher. Alle sind sehr praxisorientiert und damit schnell und einfach zu lesen. Hier die Amazon-Links:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.amazon.de/Inmates-Are-Running-Asylum-High-tech/dp/0672326140/"><span class="sans"><span id="btAsinTitle">The Inmates Are Running the Asylum: Why High-tech Products Drive Us Crazy and How to Restore the Sanity</span></span></a></li>
<li><a href="http://www.amazon.de/Inmates-Are-Running-Asylum-High-tech/dp/0672326140/"><span class="sans"></span></a><a href="http://www.amazon.de/Think-Common-Sense-Approach-Usability/dp/0321344758/"><span class="sans"><span id="btAsinTitle">Don&#8217;t Make Me Think! A Common Sense Approach to Web Usability</span></span></a></li>
<li><a href="http://www.amazon.de/Non-Designers-Design-typographic-principles-novice/dp/0321193857/"><span class="sans"><span id="btAsinTitle">The Non-Designer&#8217;s Design Book. Design and typographic principles for the visual novice.</span></span></a></li>
<li><a href="http://www.amazon.de/Non-Designers-Design-typographic-principles-novice/dp/0321193857/"><span class="sans"></span></a><a href="http://www.amazon.de/Defensive-Design-Web-Improve-Messages/dp/073571410X/"><span class="sans"><span id="btAsinTitle">Defensive Design for the Web: How to Improve Error Messages, Help, Forms, and Other Online Crisis Points</span></span></a></li>
</ul>
<p><strong>Fragen und Antworten nach dem Vortrag</strong></p>
<p>Nach dem Ende des Vortrags beantworte Kyrie Robinson noch Fragen der Zuh&#246;rer.</p>
<ul>
<li><strong>Wie gestaltet man ein Produkt mit Wow-Faktor, wie z.B. das iPhone?</strong>
<ol>
<li>Ein sehr gutes visuelles Design</li>
<li>Bewegung (&#8220;motion&#8221;)</li>
<li>Subtile &#8220;Magie&#8221; einer Produkteigenschaft (entweder wirklich neu oder ungew&#246;hnlich anders umgesetzt)</li>
</ol>
</li>
<li><strong>Was sind wirklich gute Websites aus Sicht einer Usability Expertin &#8211; au&#223;er Amazon?</strong>
<ul>
<li><a href="http://skype.com">Skype</a>, <a href="http://mail.yahoo.com">Yahoo Mail</a>, <a href="http://netflix.com">Netflix</a>, <a href="http://tivo.com">TiVo</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Wie bekommt man am besten Nutzer-Feedback auf sein Produkt?</strong>
<ul>
<li>Schnelle <strong>Umfragen</strong> per E-Mail, die nur zwei bis drei Fragen beinhalten. Guter Indikator f&#252;r Zufriedenheit ist hier die Frage: &#8220;W&#252;rden Sie das Produkt weiterempfehlen?&#8221;</li>
<li><strong>Usability-Tests</strong> auch mit dem fertigen Produkt oder frisch gestarteten Produktfeature</li>
<li><strong>Telefoninterviews</strong>. Kurze formlose E-Mail an einzelne Nutzer mit der Frage, ob und wann man sie mal anrufen d&#252;rfe. Dann offene Fragen stellen.</li>
<li><strong>Web Analyse</strong>. Gut f&#252;r konkrete Fragen wie: &#8220;An welcher Stelle des Einkaufprozesses steigen die Kunden aus?&#8221;</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Insgesamt fand ich den Vortrag sehr inspirierend. Der Funke ist sicher zur vielen Zuh&#246;rern &#252;bergesprungen!</p>
<p><a href="http://holger-dieterich.de/2008/03/wie-man-produkte-macht-die-kunden-lieben/">Wie man Produkte macht, die Kunden lieben</a> ist ein Artikel von: <a href="http://holger-dieterich.de">Web Produktmanagement Blog</a></p>
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