6. Fazit

Dies ist ein Kapitel aus der Diplomarbeit: „Wir wollen nur spielen! Wie Spielprinzipien Social Networks erfolgreicher machen.“ Inhaltsverzeichnis und PDF-Download

Wie in der Einleitung geschildert, liegt der Erfolg eines Social Networks in der Aktivität seiner Mitglieder begründet. Um das zu erreichen, wurde vorgeschlagen, die motivierenden Ansätze von Spielen auf Communities zu übertragen. So könnten passive Beobachter zu mehr Interaktion animiert werden.

Um das zu erreichen, wurde der Versuch unternommen, die theoretischen Prinzipien, auf denen Spiele beruhen, auf Social Networks zu übertragen – was auch gelang.

Mit Hilfe des MDA-Frameworks, der systematischen Sichtweise auf das Spiel mit ihren Ebenen Mechanik, Dynamik und Ästhetik, war ein solcher Vergleich möglich. Dabei ergab sich eine überraschende Kompatibilität zwischen Spielen und Social Networks. Aber diese Erkenntnis reichte allein nicht aus, um die Faszination eines Spiels zu erklären. Hier erwies sich die Psychologie als sehr hilfreich. So ermöglichten die behavioristischen Ansätze, der Aktivierungszirkel und das Flow-Erleben tiefere Einblicke, über die abstrakten Ebenen des MDA-Frameworks hinaus.

All diese Ergebnisse konnten auf Social Networks angewendet werden. Beispielsweise konnten die Spielertypen des „Killers“ problemlos den „Trollen“ der Social Networks zugeordnet werden. Ebenso können Punkte, Levels und Ranglisten, auf denen der Status eines Spielers beruht, für die Darstellung selektiver Hierarchien in Social Networks eingesetzt werden.

Sowohl die systematische als auch die psychologische Betrachtung lieferten konkrete Handlungsempfehlungen für die Anwendung von Spielprinzipien auf Social Networks im Allgemeinen. Schon bei der Konzeption eines Social Networks sollte deshalb darauf geachtet werden, den spielerischen Faktoren einen hohen Stellenwert einzuräumen.

Exemplarisch wurden im Kapitel 5 Spielprinzipien auf das Social Network moviepilot angewendet. Das Trailerquiz wurde bereits umgesetzt und liefert ermutigende Ergebnisse. Viele Mitglieder kommen jeden Tag wieder auf die Seite, um ihr Filmwissen unter Beweis zu stellen, neue Filme zu entdecken und mit anderen in Wettbewerb zu treten. Bei der Implementierung weiterer Spielprinzipien – der persönlichen Filmsammlung, einem Belohnungssystem und dem Nachrichtenticker – wird sich zeigen, ob diese Tendenz anhält. Begleitend empfiehlt sich eine empirische Prüfung, die beispielsweise anhand eines A/B-Tests den Erfolg quantifiziert.

Im Ergebnis können Spielprinzipien Social Networks erfolgreicher machen. Diese These konnte durch die Verwendung zahlreicher theoretischer Ansätze gestützt werden.

Um diese Arbeit auf das nächste Level zu bringen, ist eine empirische Evaluation über einen längeren Zeitraum erforderlich.

Wir sollten daher nicht aufhören, Spielprinzipien auf Social Networks anzuwenden, sondern weiter damit arbeiten. Denn letztendlich wollen wir nicht nur spielen, sondern auch erfolgreich dabei sein.

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